Psychologie - 1. Drogen und Bewusstsein + 1.1 Toleranz, Abhängigkeit und Sucht

Stellen wir uns einen Tag im Leben eines Konsumenten von legalen Drogen vor. Er beginnt mit einem Aufwachkaffee. Bis zur Mittagszeit haben bereits einige Zigaretten die angespannten Nerven beruhigt, bevor bei einem Termin bei einem plastischen Chirurgen mit Botox-Injektionen die Falten geglättet werden. Eine Schlankheitspille vor dem Abendessen verringert den Appetit, und ihre anregenden Effekte können später mit einem Glas Wein und einer Schlaftablette gemildert werden. Und wenn die Leistungsfähigkeit verbessert werden soll, gibt es Betablocker für Bettakrobaten: Viagra für Männer und hormonabgebende "Libidopflaster" für Frauen im mittlerem Alter. Darüber hinaus hoffen Studierende, mit Amphetaminen ihre Konzentrationsfähigkeit zu verbessern. Bevor er in einen Schlaf mit künstlich unterdrückten REM-Phasen fällt, ist unser erdachter Drogenkonsument bestürzt über einen Bericht im Fernsehen über den steigenden Drogenkonsum bei College-Studenten.

Die meisten von uns konsumieren nicht verschreibungspflichtige Drogen in Maßen und ohne negative Auswirkungen auf unser Leben. Aber einige von uns entwickeln selbstschädigende Störungen durch den Konsum von Substanzen. Diese Substanzen sind psychoaktive Drogen - chemische Stoffe, die Wahrnehmungen und Stimmungen verändern. Der Gesamteffekt einer Substanz hängt nicht nur von ihren biologischen Auswirkungen ab, sondern auch von den psychologischen Erwartungen des Konsumenten, die sich abhängig von sozialem Kontext sowie dem Kulturkreis unterscheiden. Herrscht in einer Kultur die Annahme vor, dass eine bestimmte Substanz Euphorie bewirkt (oder Aggression oder sexuelle Erregung), in einer anderen aber nicht, dann erfüllen sich die jeweiligen Erwartungen dieser Kulturen. In den darauf folgenden Beiträgen schauen wir uns diese Einflussfaktoren in Bezug auf die Nutzung und den potenziellen Missbrauch psychoaktiver Drogen genauer an. Aber zuerst betrachten wir, wie unser Körper auf den anhaltenden Konsum psychoaktiver Drogen reagiert.

 1.1 Toleranz, Abhängigkeit und Sucht

Woran es liegt, dass ein Mensch, der selten Alkohol trinkt, möglicherweise nach einer Flasche Bier beschwipst ist, ein gewohnheitsmäßiger Trinker jedoch erst beim zweiten Six-Pack? Die Antwort lautet Toleranz. Der regelmäßige Konsum von Alkohol und anderen Drogen bewirkt eine Anpassung der Chemie des Gehirns, um die Wirkung auszugleichen. Dieser Prozess wird als Neuroadaptation bezeichnet; der Konsument benötigt mehr und mehr von der Droge, um die gleiche Wirkung zu spüren. So werden beispielsweise das Gehirn, das Herz und die Leber eines Alkoholikers durch den exzessiven Alkoholgenuss geschädigt, obwohl der Begriff Alkohol-"Toleranz" ja scheinbar auf etwas anderes hindeutet. Die immer größer werdende Dosis kann eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit darstellen und darüber hinaus zur Sucht führen: Das starke Verlangen nach einer Substanz und der Konsum trotz nachteiliger Folgen. Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation 2008) berichtet, dass weltweit etwa 90 Mio. Menschen unter Problemen mit Alkohol und anderen Drogen leiden. Personen, die regelmäßig Drogen konsumieren, versuchen oftmals, ihre Sucht zu bekämpfen. Wenn sie allerdings plötzlich damit aufhören, Drogen zu nehmen, können unerwünschte Nebenwirkungen des Enzugs einsetzen. Der Körper reagiert auf das Fehlen des Stoffes und der Konsument kann körperliche Schmerzen empfinden sowie einen starken Drang verspüren, die Droge wieder zu nehmen. Dies weist auf eine körperliche Abhängigkeit hin. Ebenso kann man psychisch abhängig werden, vor allem bei stressreduzierenden Mitteln wie z.B. Alkohol. Solche Drogen mögen nicht immer zur physischen Abhängigkeit führen, doch sie werden trotzdem ein wichtiger Bestandteil im Leben des Konsumenten, meist als Mittel zur Milderung von negativen Gefühlen.

Ob physisch oder psychisch abhängig: Der Drang, die Drogen zu bekommen und einzunehmen, wird jeden Tag zum wichtigsten Ziel.

Wahrscheinlichkeit, abhängig zu werden, nachdem man eine Droge ausprobiert hat (gemäß National Academy of Science, Institue of Medicine; Brady 2003):

  • Tabak: 32%
  • Heroin: 23%
  • Alkohol: 15%
  • Marihuana: 9%

25.7.21 04:55, kommentieren

Traumdeutungen - 3. Beischlaf

Deutet nicht in jedem Fall auf sexuelle Sehnsüchte hin. Artemidoros war der Meinung, seiner eigenen Frau beizuschlafen, wenn sie dazu geneigt sei, könne für beide Ehegatten nur gut ausgelegt werden. Eine unwillige Gattin aber verkehre diesen guten Eindruck ins Gegenteil. Nach Meinung vieler moderner Psychologen weist der Beischlaf mit dem Chef oder der Chefin auf eine Förderung im Beruf hin, weil sich beide in der Zielsetzung einig seien. Im Allgemeinen lässt der Traum vom Beischlaf Rückschlüsse auf die Potenz des Träumers zu. Ein nicht vollzogener Beischlaf kann dementsprechend als Angst vor mangelnder Potenz gedeutet werden. Oft ist der oder die Fremde, mit der man im Traum schläft, niemand anderes als der eigene Partner, von dem man sich im Wachleben vielleicht mehr Innigkeit wünscht ( -> Koitus)

Der Wunsch, mit jemandem auf einer sehr vertrauten Ebene zu kommunizieren, kann im Traum als Geschlechtsverkehr zum Audruck kommen. Wird der Koitus unterbrochen, hat der Träumende möglicherweise Hemmungen, deren er sich nicht bewusst ist. Geschlechtsverkehr oder Petting können auch die Reintegration eines bestimmten Persönlichkeitsanteils zeigen. Wird dann im Traum ein Kind geboren, ist diese Integration gelungen.

Hierbei handelt es sich häufig um eine geträumte Wunscherfüllung oder einen Entlastungstraum. Manchmal tritt das Symbol auch auf, wenn du im Leben gern mehr Abenteuer eingehen würdest. Dein Sexualpartner in diesem Traum ist weniger wichtig als deine Empfindungen beim Akt.

1 Kommentar 15.7.21 19:42, kommentieren

Mathe - Greedy-Algorithmus

Vorab: Ich bin mir nicht ganz sicher, ob dieses Thema eher zum Bereich der Mathematik oder der Informatik zählt, da es zu beiden gehört. Deswegen habe ich es mal zum Thema Mathe hinzugefügt.

Greedy-Algorithmen bilden eine spezielle Klasse von Algorithmen in der Informatik (& Mathematik). Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie schrittweise den Folgezustand auswählen, der zum Zeitpunkt der Wahl den größten Gewinn bzw. das beste Ergebnis (berechnet durch eine Bewertungsfunktion) verspricht (z.B. Gradientenverfahren).

Häufig handelt es sich bei der, durch einen Greedy-Algorithmus, gefundenen Lösung jedoch nicht um die optimale Lösung für das Problem. Das liegt an der Funktionsweise dieser Algorithmen. Es wird nämlich immer die aktuell beste Entscheidung getroffen, ohne auf Vorherige oder auf Auswirkungen dieser Wahl zu achten.

Zu den Greedy, also zu den gierigen Algorithmen, zählen beispielsweise der Algorithmus von Prim, der Algorithmus von Kruskal und der Dijkstra Algorithmus.

Schauen wir uns das genauer an einem Beispiel an:

Dir wird folgender Graph vorgelegt: Du sollst von Punkt A nach Punkt F gelangen, das kann man über zwei Wege: A -> B -> D -> F oder A -> C -> E -> F. Von A nach B kostet es 1€, von B nach D 200€, von D nach F 150€, von A nach C 50€, von C nach E 20€ und von E nach F 5€. Ziel ist es, den günstigsten Weg zu finden. Jeder normale Mensch weiß, dass der Weg A -> C -> E -> F der billigste ist, doch der Greedy-Algorithmus entscheidet sich für den anderen Weg, aus dem Grund, weil der Weg von A nach B günstiger ist (1&euro als der Weg von A nach C (50&euro, denn: der Greedy-Algorithmus entscheidet sich immer für das, was im Moment das bessere ist und sieht nicht das Gesamtbild. So wählt er den Weg, der insgesamt 351€ kostet, anstatt den Weg für 75€, nur weil der erste Schritt billiger ist, doch die Folgeschritte wesentlich teuerer.

Doch warum solltest du diesen Algorithmus dann verwenden? 

Stell dir vor, es gibt nicht nur zwei sondern eine sehr große Auswahl an Möglichkeiten. Ein Greedy-Algorithmus muss den Graphen nur durchlaufen und stets die günstigste Möglichkeit wählen, während ein normaler Algorithmus jede einzelne Möglichkeit testen müsste. Da dies oft nicht in endlicher Zeit möglich ist, sind Greedy-Algorithmen essentiell wichtig für viele Probleme.

1 Kommentar 12.7.21 06:14, kommentieren

Traumdeutungen - 2. Betrug

Allgemein: Wenn Betrug in einem Traum eine Rolle spielt, besonders wenn der Träumende der Betrogene ist, besteht die Möglichkeit, dass dieser zu vertrauensselig ist. Wenn der Träumende betrügt, läuft er Gefahr, einen guten Freund zu verlieren.

Psychologisch: Wenn man akzeptiert, dass die verschiedenen Figuren, die in Träumen auftauchen, Teile der eigenen Persönlichkeit sind, dann sollte man sich davor hüten, sich selbst zu betrügen.

Spirituell: Der Träumende muss seine spirituellen Ziele überprüfen und ihnen dann treu bleiben; geistiger Selbstbetrug ist auf jedem spirituellen Entwicklungsweg eine große Gefahr.

Oft das Unverhoffte, schnelles Glück und kurzfristige Aufbesserung der Finanzen. Wird man vom Liebespartner betrogen, sollte man das nicht allzu ernst nehmen; denn der fremde Traumbeischläfer des eigenen Partners ist häufig nichts anderes als die unerwartete Hilfestellung, die uns jemand im Wachleben leistet; manchmal soll das Traumbild vom Betrug auch den Anstoß geben, im Intimleben mehr als sonst aus sich herauszugehen ( -> Beischlaf ).

Wenn Sie von einem Betrug träumen, kann das eine Warnung vor Ihnen selbst oder vor anderen sein. Wer übt im Traum den Betrug aus? Wenn Sie es selbst sind, haben Sie jemandem vielleicht kürzlich eine neue Seite von sich offenbart und fühlen sich dadurch angreifbar.

1 Kommentar 7.7.21 21:18, kommentieren

Traumdeutungen - 1. Verfolgung

Allgemein: Verfolgt zu werden oder der Versuch, zu fliehen, sind zwei der häufigsten Traumgeschehen. In der Regel versucht der Träumende einer Verantwortung oder seinem Gefühl, versagt zu haben, zu entkommen, auch Ängste oder Emotionen, mit denen er nicht fertig wird, können hier gemeint sein.

Psychologisch: Wenn der Träumende von Schatten verfolgt wird, zeigt dies sein Bedürfnis, etwa einer unterdrückten traumatischen Erfahrung aus der Kindheit zu entfliehen. Wird er von einem Tier verfolgt, verweist dies im allgemeinen darauf, dass er mit seiner Leidenschaft nicht im Einklang ist. Es kann eine Rolle spielen, um welches Tier es sich dabei handelt ( -> Tiere).

Spirituell: Auf der spirituellen Ebene deutet Verfolgung im Traum auf die Angst des Träumenden vor seinen eigenen Handlungen hin. 

Verfolgungen im Traum sind in den mannigfaltigsten Variationen überaus häufig, wobei die unbewussten Inhalte als eine Lehre ins Bewusstsein drängen, die der Träumer beherzigen sollte. Wer z.B. von einem Menschen des anderen Geschlechts verfolgt wird, sollte versuchen, seine Angst im erotischen Bereich abzubauen, weil er sonst zum rechten Einzelgänger werden könnte. Die alten Ägypter behaupteten, wer im Traum verfolgt wird, dem werde Böses nachgesagt.

7.7.21 10:14, kommentieren


Werbung